Klöckner ruft zum Weltbienentag zum «Bienenfüttern» auf

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat zum Weltbienentag dafür geworben, Bienen mit geeigneten Pflanzen zu unterstützen. «Jeder kann Bienen füttern, es geht um ein Bienen-Buffet», sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. «Es gibt auch Pflanzen, die sehen schön aus, aber haben wenig Nutzen für Bienen.» Landwirte seien «unglaublich aktiv geworden» beim Anlegen von Blühstreifen etwa am Rand von Äckern, sagte Klöckner, räumte aber auch ein, dass es um Wildbienen «schlecht» stehe. Vieles sei besser geworden, aber man habe noch einen Weg vor sich. «Und so wird auch die europäische Agrarpolitik ausgerichtet werden.»


Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung von Bienen liege weltweit nach Schätzungen der Universität Hohenheim bei 70 bis 100 Milliarden Euro, sagte Klöckner, in Deutschland seien es 2,5 Milliarden Euro. 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen seien auf Bienen als Bestäuber angewiesen. «Neben Rind und Schwein gehört die Biene zu den drei wichtigsten Nutztieren», sagte die Ministerin.


Die Grünen im Bundestag warfen Klöckner vor, nicht genügend gegen das Insektensterben zu unternehmen. «Es wird Zeit, dass die Bundesregierung beim Bienenschutz endlich ihre Hausaufgaben macht, statt uns weiter mit Sonntagsreden und symbolpolitischen PR-Aktionen hinzuhalten», sagte Agrarpolitiker Harald Ebner und mahnte etwa Fortschritte beim Ausstieg aus dem Unkrautgift Glyphosat an.

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