Bundeswehr-Soldaten helfen bei Bekämpfung des Borkenkäfers

Ausgerüstet mit Schälmessern sind Bundeswehr-Soldaten derzeit in rheinland-pfälzischen Wäldern im Sonder-Einsatz. Im Hunsrück, Westerwald und in der Eifel unterstützen rund 100 von ihnen Forstleute im Kampf gegen den Borkenkäfer. Seit Dienstag sind sie auch in den Wäldern des Forstamtes Hillesheim in der Vulkaneifel unterwegs. Nach einer Einweisung machen sie sich auf die Suche nach befallenen Bäumen und markieren sie. Und an umgefallenen Bäumen, in denen sich der Schädling bereits massenhaft eingefressen hat, zücken sie ihre Messer und entrinden diese.


«Wir stellen die helfenden Hände, um das umzusetzen, das die Forstmitarbeiter machen wollen», sagte Oberstleutnant Günter Bohn vom Landeskommando Rheinland-Pfalz. Eine erste Truppe sei bereits seit vergangenen Donnerstag im Hunsrück im Kampf gegen den kleinen «Feind» im Einsatz, nun folgten Kameraden in Eifel und Westerwald. Es ist nach Kenntnis von Bohn das erste Mal, dass die Bundeswehr im Zuge der Amtshilfe in Rheinland-Pfalz gegen den Borkenkäfer loszieht.


Denn die Lage ist ernst. In den vergangenen zwei trockenen Jahren hat sich der Borkenkäfer rasant ausgebreitet: Insgesamt 3,5 Millionen Bäume mussten nach Angaben des Forstministeriums in Rheinland-Pfalz «notgeerntet» werden. Dieses Jahr sei bereits eine Million Festmeter Schadholz angefallen. «Ein dritter Dürre-Sommer in Folge wäre katastrophal», teilte das Ministerium mit.


A und O im Kampf gegen den Borkenkäfer ist das frühzeitige Erkennen eines Befalls. Nur durch das Entfernen des Baums oder der Rinde kann verhindert werden, dass der Schädling sich weiter ausbreitet. Aus einer befallenen Fichte können so viele Käfer wieder ausfliegen, um weitere 20 Fichten zum Absterben zu bringen. Mit dem Ausfliegen der nächsten Käfergeneration sind es dann schon 400 Fichten und in der dritten Käfergeneration dann 8000 befallene Fichten.

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